Chronik der Schmiede Koch


 Die Anfänge der Dorfschmiede in Kyhna gehen auf das Jahr 1742 zurück,  in dem erstmals der Hufschmied Christoph Nohr in einem Dokument erwähnt wurde. Damals war es vorwiegend eine Huf- und Waffenschmiede.

1855 erwarb Friedrich Horn die Schmiede und führte sie als erster Vertreter unserer Familie. Er war ein Ur-Ur-Großvater von Jörg Koch. 

Der Erzählung nach kam Karl Koch als Wandergeselle nach Kyhna und fragte Friedrich Horn nach alter Tradition: "Meister kann ich Arbeit haben?" Er durfte, mit der Bedingung, dass er die Tochter des Hauses heiraten musste. 1883 Übernahm er die Schmiede und führte sie bis 1919

Im Jahr 1919 übernahm sein Sohn, Max Koch, den Betrieb und führte ihn bis 1952. 

Max Koch jun. hat 1939 in Seehausen gelernt und musste wöchentlich 30 km mit dem Fahrrad bis dorthin fahren. Nach dem Krieg musste er drei Jahre lang ohne Meisterbrief die Schmiede leiten. 1952 übernahm er den Familienbetrieb und führte ihn als Privatunternehmen erfolgreich durch die DDR-Zeit hindurch. Zum Jahreswechsel 1994/95 übergab er die Firma an seinen Sohn.

 Max Koch, der auch einige Zeit als Obermeister in der Berufsgruppe Schlosser/Schmiede fungierte, versteckte während der DDR-Zeit die alte Innungsfahne auf seinem Dachboden. Diese Fahne wurde nach der Wende,als die Innung “Metallbau Delitzsch-Eilenburg” neu gegründet wurde, restauriert.

 Jörg Koch begann 1985 seine zweijährige Lehre im väterlichen Betrieb. 1990 schloss er die viermonatige Ausbildung zum staatlich-anerkannten Hufschmied an der staatlichen Universitäts-Tierklinik in Leipzig ab. Im Frühjahr 1992 begann Jörg Koch mit seiner Meisterausbildung in Leipzig. Direkt nach deren Abschluss 1994 hing er die Ausbildung zum europäischen Schweißfachmann an. Am 01.01.1995 hat er die Firma von seinem Vater übernommen und führt sie seither. 

Max Koch, der jüngste Spross der Familie, führt die Tradition des Namens weiter. Von 2012 bis 2016 vollzog er seine duale Ausbildung im Familienbetrieb und im BSZ für Technik in Chemnitz.